MANV 3. September 2019

Fränzi begrüsst uns zur 9. Vereinsübung in diesem Jahr mit dem Thema «MANV» und übergibt das Wort an Manuel Leopold vom Samariterverein Flawil. Zu allererst gibt es etwas Theorie. Für die Einen zur Auffrischung, für die Anderen als Erläuterung was überhaupt im Ernstfall eines Manssenanfalls von Verletzten - kurz «MANV» zu tun ist. Priorisieren der Verletzten / Erkrankten, Aufnahme der Personalien, genügend vorhandenes Material, alarmieren, versorgen, Gaffer und Medien fernhalten; es gibt einiges zu beachten.

Damit das Ganze nicht nur trockene Materie ist und bleibt, teilen wir uns in 4 Gruppen auf und üben das mit Figuranten. Zwei Gruppen sollen den Übungsverlauf beobachten und positive sowie auch negative Feedbacks geben.

Im ersten Fall werden mögliche Verletzungen an einem Grümpeli geübt. Zuerst trifft ein Patient mit einer Verstauchung / Zerrung beim Posten ein. Kurz darauf eine Frau mit Atembeschwerden, welche keine Erklärung abgeben kann, was passiert ist und gleich bewusstlos zusammenbricht. Ist es Asthma oder hat sie sich an einem Nahrungsstück verschluckt? Es ist etwas los beim Postendienst, denn kurz darauf trifft eine weitere Person in Begleitung ein. Diese möchte unbedingt ins Restaurant Kreuz, wovon sie die Begleitung nur schwer abhalten kann. Was ist mit ihr los? Hat sie zu viel Alkohol getrunken, was an einem Grümpeli durchaus möglich ist? Schlussendlich bricht auch sie bewusstlos zusammen. Nun erscheint noch eine weitere verletzte Person und fordert lautstark und vehement Hilfe an. Nun seine Verletzung am Bein ist sehr klein und es braucht lediglich ein Pflaster. Aber der Patient ist uneinsichtig und verlangt, dass er als erster behandelt wird. Es geht hoch her auf dem Posten und es ist zeitweise etwas chaotisch.

Im zweiten Szenario wird ein Sturz vom Dach simuliert. Anwesend ist auch ein besorgter Ehemann, der von den Helfern dauernd wissen will, was den nun mit seinem «Luzchen» ist und warum ihr so lange nicht geholfen wird. «Luzchen»  liegt auf dem Bauch und muss mit Halsschienen-Griff und en bloc durch die Helfer zuerst gedreht werden. Anschliessend wird die gestürtzte Patientin mit der Schaufelbahre auf die Vakuummatratze für den Abtransport gebettet. Erschwerend sind auch Gaffer und sonstige neugierige Personen, die vom Unfallgeschehen ferngehalten werden müssen.

Der dritte Fall handelt von möglichen festfreudigen Verletzten. In Begleitung erscheint eine Person mit Verbrennungen um Gesicht; sie klagt auch darüber, dass sie nichts sieht. Die Patientin berichtet, dass sie Verbrennungen aus der Verpuffung vom Gasgrill stammt. Die Begleitung wird gleich zur Mithilfe beim Kühlen des Gesichtes mit Wasser eingespannt, da mittlerweile bereits weitere Verletzte eingetroffen sind. Alle in Begleitung, welche fast mehr Probleme bereiten, als die Verletzten selbst. Die Schnittverletzung wird mit einem Verband vorbildlich versorgt. Da die Begleitperson kein Blut sehen kann, musste sie sich erbrechen. Leider stand gerade kein Eimer in Griffnähe... Auch solche Ereignisse soll es in Echt geben. Die besorgte Ehefrau, welche ihren stark angetrunkenen Mann auf den Posten brachte und dem Helfenden nur im Wege stand, wurde aufgefordert, möglichst nahe bei ihrem Ehegatten zu bleiben, um diesem so Wärme zu spenden. Eine sehr kreative Lösung.

Danke Manuel, dass du uns so abwechslungsreiche und spannende Fallbeispiele an diesen Abend mitgebracht hast. Es hat Spass gemacht und wir durften viel lernen.

SAMSEN

Wir haben eine neue Gruppe gegründet. Sie nennt sich SAMSEN (SAMariter SENioren). Wir treffen uns 1x pro Monat an einem Freitag-Nachmittag von 14-16 Uhr. Unser Ziel ist es, das Samariterwissen aufzufrischen und zu erhalten, sowie Neuerungen zu erlernen. SAMSEN hat für uns noch eine weitere Bedeutung:

S = Sicherheit
A = Aktiv
M = Miteinander
S = Spass
E = Erleben
N = Neugier

Schon 2x haben wir und getroffen. Am Gründungstreffen haben wir die Themen erarbeitet, welche wir im Jahresprogramm besprechen möchten. Beim "Knochenjass" hatten wir sehr viel Spass und lernten gleichzeitig, wo sich unsere Knochen im Körper befinden.

Beim 2. Treffen hiess das Motto "unsere Denkzentrale" Wir haben die Symptome und die Hilfestellung bei einem Schlaganfall behandelt und danach unser Gehirn einem "Gehirnjogging" unterzogen. Dies wurde mit viel Spass und Eifer absolviert.

Beide Treffen haben wir mit Kaffee und Kuchen sowie einem gemütlichen Schwatz ausklingen lassen. Wir freuen uns auf die nächsten Treffen.
Auskunft erhalten sie bei Gabi Kessler, Samariterverein Waldkirch-Bernhardzell.
Leiterin SAMSEN-Gruppe, 079 243 05 19.